Wideruf von Darlehensverträgen

Die Zinsen für Immobilienfinanzierungen sind in den vergangenen Jahren erheblich gesunken. Eine Kündigung oder vorzeitige Ablösung eines festverzinslichen Darlehensvertrags ist aber nur in Ausnahmefällen erlaubt und meist mit einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung verbunden.

Daher fragen sich viele Darlehensnehmer ob sie ihren Vertrag widerrufen können. Verbraucher können in der Regel ihre Erklärung auf Abschluss des Darlehens innerhalb von zwei Wochen widerrufen. Über dieses Widerrufsrecht müssen die Banken den Darlehensnehmer ordnungsgemäß informieren. In einer Vielzahl von Darlehensverträgen findet sich aber keine Widerrufsbelehrung, die den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Wurde die Widerrufsbelehrung nicht ordnungsgemäß erteilt, begann die Frist nie zu laufen und konnte auch nicht enden. Daher können viele Darlehensverträge auch heute noch widerrufen werden („ewiges Widerrufsrecht“). Betroffen sind vor allem Verträge aus den Jahren 2002 bis 2010.

Durch den Widerruf ist das Darlehen dann rückabzuwickeln. Der Verbraucher muss den Darlehensbetrag zurückzahlen und erhält dafür seine geleisteten Raten wieder. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt hierbei nicht an. Für die Zeit in der den beiden Vertragspartnern die jeweiligen Beträge zur Verfügung standen, müssen sie einander Nutzungsersatz leisten.

Verbraucher, die wissen wollen, ob die Widerrufsbelehrungen in ihren Darlehensverträgen angreifbar sind, sollten sich zur Prüfung auf jeden Fall an einen erfahrenen Anwalt wenden.

Gerne steht Ihnen die Kanzlei Dr. Waldhorn & Partner Rechtsanwälte bei Fragen zum Widerrufsrecht zur Verfügung.

Ansprechpartner in unserer Kanzlei ist Frau Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Sandra Schmitt (Kontakt: Dr. Waldhorn & Partner Rechtsanwälte, Kürschnerhof 4, 97070 Würzburg, Tel. 0931/322963; E-Mail: post@kanzlei-waldhorn.de)